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Powell löst Erholung aus: ETH schießt auf Allzeithoch, Dogecoin in Gefahr? | Wöchentliche Krypto-News

Bitcoin nähert sich seinem Allzeithoch, Ethereum durchbricht 3.500 € (4.000 $) und übertrifft BTC, und Strategy stockt an seinem 5-jährigen Kaufjubiläum weiter Bitcoin auf – dazu kauft ein Wal ETH im Wert von 1 Mrd. $.

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CryptoUnity

Redaktion

Veröffentlicht vor 10 Monaten

8 Minuten Lesezeit

In den vergangenen zwei Wochen hat der Kryptomarkt bedeutende Meilensteine und scharfe Wendungen erlebt. Bitcoin erreichte ein neues Allzeithoch von 105.000 € (124.457 $), bevor es in eine Korrektur rutschte. Dann drehte Jerome Powells Rede in Jackson Hole den Markt innerhalb weniger Minuten. Sein taubenhafter Ton zu den Zinsen löste eine Erholung bei Risikowerten aus und half Ethereum, sein Allzeithoch von 2021 zurückzuerobern.

Unterdessen begann die EU, Ethereum und Solana als Optionen für ihren digitalen Euro zu prüfen, und Qubics umstrittener 51-%-Angriff warf Fragen zur Sicherheit von Proof-of-Work-Blockchains auf. Hier ist ein vollständiger Rückblick auf das, was den Markt in den vergangenen 14 Tagen geprägt hat.

Scharfe Korrektur, nachdem BTC am 14. August ein Allzeithoch erreicht

Am 14. August erreichte LINK0 ein neues Allzeithoch von 105.000 € (124.457 $), angetrieben durch Marktoptimismus und eine Welle an Kryptozuflüssen. Andere Kryptowährungen schlossen sich der Rallye an, wobei LINK1, LINK2 und LINK3 allesamt stark nach oben zogen. Für einen kurzen Moment schien sich der gesamte Kryptomarkt im vollen Bullenmodus zu befinden.

Doch die Feierlaune hielt nicht lange an. In den folgenden Tagen fiel Bitcoin stark – zunächst unter 119.000 $ und dann weiter auf rund 117.000 $. Der Rücksetzer wurde durch eine Mischung von Faktoren ausgelöst:

  • US-Inflationsdaten: Der CPI-Bericht für Juli lag stabil bei 2,7 %, doch die stärker als erwartet ausgefallenen Erzeugerpreise (PPI) schürten Befürchtungen, die Inflation kühle nicht schnell genug ab. Das dämpfte die Hoffnungen auf zügige Zinssenkungen der Fed.
  • Kommentare des US-Finanzministeriums: Finanzminister Scott Bessent bestätigte, dass die US-Regierung kein Bitcoin für ihre Reserven kaufen werde. Diese Nachricht beendete Spekulationen über einen großen neuen Käufer und verstärkte den Verkaufsdruck.

Bis zum 22. August war Bitcoin auf 112.000 $ gefallen und blieb in einem klaren Abwärtstrend. Der Fear-&-Greed-Index fiel auf die mittleren 40er („Angst“), was zeigt, wie schnell das Anlegervertrauen schwand. Trotz der Korrektur und der vorsichtigen Marktstimmung blieb das institutionelle Interesse stark, da viele große Akteure den Rücksetzer kauften. Dennoch endete der gestrige Tag ganz anders, als viele früh am Tag erwartet hatten, denn alle Augen richteten sich auf die lang erwartete Rede des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell in Jackson Hole.

👉 Für Einsteiger: Reden wie die von Powell sind wichtig, weil die Federal Reserve die US-Zinsen festlegt, die den gesamten globalen Markt beeinflussen. Werden Zinssenkungen erwartet, verschieben Anleger oft mehr Geld in riskantere Werte wie Krypto. Bleiben die Zinsen hoch, können Märkte unter Druck bleiben.

Powells Rede löst Markterholung aus

Nach Tagen voller Verkaufsdruck und vorherrschender Angst richteten sich alle Blicke auf die Rede von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell beim jährlichen Jackson-Hole-Symposium. Anleger warteten auf Anzeichen dafür, was die Fed als Nächstes tun könnte – und sie bekamen sie.

Powell schlug einen vorsichtigeren, aber „taubenhaften“ Ton an und deutete an, dass die Fed eine Zinssenkung bereits im September in Betracht ziehen könnte. Das war alles, was der Markt hören musste. Bitcoin (BTC) erholte sich schnell von seinen Tiefständen nahe 111.600 $ und sprang innerhalb weniger Minuten um 2 % auf rund 116.000 $. Auch andere Risikowerte, von Ethereum bis zu Aktien, legten zu.

Der scharfe Rebound und Powells Kommentare verschoben die Stimmung von Angst zurück in den 60er-Bereich, was auf vorsichtigen Optimismus und leichte Gier hindeutet. Der US-Dollar schwächte sich ab, was oft Bitcoin stützt, da viele Anleger BTC als Absicherung gegen Geldentwertung betrachten. Analysten wiesen darauf hin, dass der Markt kurzfristig volatil bleiben könnte, eine bestätigte Zinssenkung im September jedoch ein starkes positives Signal wäre.

Ethereum stiehlt die Show und erobert sein Allzeithoch zurück 🚀

Während sich Bitcoin nach Powells Rede um etwa 5 % erholte und auf 117.000 $ zurückkletterte, stahl Ethereum (ETH) die Show. ETH sprang an einem einzigen Tag um über 12 % und eroberte sein Allzeithoch von 2021 bei 4.870 $ (4.720 €) zurück – ein Meilenstein, den viele erst in Monaten erwartet hatten. Zum ersten Mal seit Jahren übertraf Ethereum Bitcoin deutlich und zeigte, wohin sich das Marktmomentum verschiebt.

Ethereums Rallye wurde durch seine einzigartige Zinssensitivität zusätzlich befeuert. Analysten nennen es den „zinssensibelsten Wert in Krypto“ – und Powells taubenhafte Andeutungen zu kommenden Zinssenkungen im September ließen ETH fast augenblicklich nach oben schießen. Wenn Liquidität in den Markt strömt, profitiert ETH tendenziell zuerst, dank seiner zentralen Rolle in DeFi, Staking und dem breiteren Krypto-Ökosystem.

Seit April ist Ethereum bereits um mehr als 250 % gestiegen, von 1.385 $ auf fast 4.900 $. ETF-Zuflüsse, Unternehmensschatzkammern, die Milliarden in ETH aufnehmen, und erneutes institutionelles Interesse haben sich alle zusammengetan, um diese Bewegung zu befeuern. Da das Angebot schrumpft und die Nachfrage beschleunigt, sprechen viele Analysten inzwischen offen über die nächsten Ziele: 5.000 $ kurzfristig, 7.500 $ bis Jahresende und sogar 13.000 $ in den kommenden Monaten, falls das aktuelle Momentum anhält.

Unterdessen ist Bitcoins Dominanz zum ersten Mal seit März unter 60 % gefallen. Einfach gesagt: Altcoins übertreffen BTC inzwischen. Man kann diesen Wechsel direkt beobachten: Ethereum führt an, andere Altcoins folgen, und Bitcoin ist nicht mehr der einzige Treiber des Marktes. Die Altseason ist keine Frage mehr – sie ist da.

👉 Für Einsteiger: Wenn Ethereum alte Höchststände zurückerobert und beginnt, Bitcoin zu übertreffen, ist das oft ein Signal, dass Altcoins weiter an Stärke gewinnen könnten. Das bedeutet nicht, dass jeder Altcoin steigen wird, aber es bedeutet, dass sich der Markt über Bitcoin hinaus verbreitert – etwas, das es zu beobachten lohnt.

Die EU erwägt Ethereum und Solana für den digitalen Euro 💶

Die Europäische Zentralbank (EZB) prüft ernsthaft, Ethereum (ETH) und Solana (SOL) als Grundlage für ihren geplanten digitalen Euro zu nutzen. Das wäre eine bedeutende Veränderung, denn die meisten Zentralbanken – wie China mit seinem digitalen Yuan – bauen private, geschlossene Systeme. Eine öffentliche Blockchain hingegen ist für jeden offen, transparent und durch Dezentralisierung abgesichert.

Warum ist das wichtig? Öffentliche Blockchains wie Ethereum und Solana wickeln bereits täglich Millionen von Transaktionen über DeFi, NFTs und Zahlungen ab. Indem die EU sie für den Euro in Betracht zieht, würde sie die Zuverlässigkeit dieser Netzwerke auf globaler Ebene anerkennen.

Der Schritt bringt natürlich sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Positiv gesehen könnte er die Adoption beschleunigen, Investitionen anziehen und Europas Finanzsystem mit der schnell wachsenden Blockchain-Welt verknüpfen. Andererseits sind öffentliche Blockchains schwerer zu kontrollieren, was bei Regulierungsbehörden Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Aufsicht wecken könnte.

Derzeit hat die EZB noch keine endgültige Entscheidung getroffen, doch allein die Tatsache, dass ETH und SOL überhaupt zur Debatte stehen, ist ein bedeutender Meilenstein.

👉 Für Einsteiger: Sollten Ethereum oder Solana ausgewählt werden, würde das bedeuten, dass Kryptotechnologie offiziell auf höchster Finanzebene in Europa Vertrauen genießt. Das könnte mehr Legitimität, mehr Adoption und langfristig potenziell mehr Wert für diese Coins bringen.

Qubics 51-%-Angriff auf Monero – Dogecoin könnte als Nächstes dran sein

Eine der größten Geschichten abseits von Bitcoin und Ethereum in diesem August kam vom Qubic-Netzwerk – einem Projekt, das KI nutzt, um seine Mining-Community zu steuern. Qubic führte kürzlich einen 51-%-Angriff auf Monero durch, eine auf Privatsphäre ausgerichtete Kryptowährung. Das bedeutet, sie übernahmen die Kontrolle über mehr als die Hälfte der Mining-Power, wodurch sie Moneros Blockchain vorübergehend umorganisieren konnten. Zwar läuft Moneros Netzwerk weiterhin, doch der Angriff weckte erhebliche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Coins, die auf Proof-of-Work-Mining beruhen.

Noch alarmierender: Die Qubic-Community hat inzwischen abgestimmt, als Nächstes Dogecoin (DOGE) ins Visier zu nehmen. DOGE ist eine der größten und beliebtesten Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung von über 35 Milliarden $ – jede Störung könnte also erhebliche Auswirkungen auf das Vertrauen der Anleger haben.

Manche Experten sagen, der Monero-Vorfall zeige, wie verwundbar bestimmte Blockchains sein können, wenn sich die Mining-Power zu stark konzentriert. Andere argumentieren, Qubic habe seinen Erfolg übertrieben. Dennoch zeigt die Tatsache, dass Börsen wie Kraken nach dem Angriff vorübergehend Monero-Einzahlungen aussetzten, dass das Risiko real ist.

👉 Für Einsteiger ist der wichtigste Punkt: Ein 51-%-Angriff ist gefährlich, weil er einer Gruppe zu viel Kontrolle über ein Netzwerk gibt. Während Bitcoin und Ethereum aufgrund ihrer enormen Größe als sicher gelten, können kleinere Netzwerke wie Monero – und sogar Dogecoin – solchen Risiken ausgesetzt sein. Es ist eine Erinnerung daran, dass beim Betrachten von Coins nicht nur der Preis zählt – auch die Netzwerksicherheit ist wichtig.

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Die vergangenen zwei Wochen haben gezeigt, wie schnell sich Krypto verändern kann: neue Rekorde, Zentralbanken, die Blockchain anerkennen, und ernste Erinnerungen an die Bedeutung der Netzwerksicherheit.

Bitcoin mag weiterhin führend sein, doch Ethereum und Altcoins rücken zunehmend in den Mittelpunkt. Für Einsteiger gilt es, sowohl Chancen als auch Risiken im Blick zu behalten – denn Kryptos Geschichte entfaltet sich nicht nur Tag für Tag, sondern in jeder Entscheidung von Institutionen, Regierungen und Communities.

Dieser Artikel enthält keine Anlageberatung oder Empfehlungen. Jede Investition und jeder Handel ist mit Risiken verbunden, und Leser sollten vor einer Entscheidung eigene Recherchen anstellen.

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